Rücken (LWS)04. August 2026

Unsicher beim Bücken? Diese Übung schult die Kontrolle

Manche Rückenbeschwerden entstehen nicht durch fehlende Kraft, sondern durch fehlende Kontrolle. Der diagonale Vierfüßler trainiert genau dieses Zusammenspiel.

Hinweis: Die gezeigten Übungen sind informierende, unterstützende Übungen und ersetzen keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.

Kraft ist nicht dasselbe wie Kontrolle

Viele Menschen mit Rückenbeschwerden sind nicht schwach. Was fehlt, ist die Fähigkeit, den Rumpf ruhig zu halten, während Arme und Beine arbeiten. Genau das passiert beim Bücken, Tragen und Heben ständig.

Der diagonale Vierfüßler trainiert dieses Zusammenspiel in einer Position, in der die Wirbelsäule nicht durch das Körpergewicht belastet wird.

So geht es

  1. Vierfüßlerstand, Rumpf fest, Blick zum Boden.
  2. Rechten Arm und linkes Bein gleichzeitig ausstrecken, bis beide etwa waagrecht sind.
  3. Drei bis fünf Sekunden ruhig halten.
  4. Zurückführen, Seite wechseln.

Acht Wiederholungen pro Seite.

Der Prüfstein

Stellen Sie sich ein Glas Wasser auf Ihrem unteren Rücken vor. Es darf beim Ausstrecken nicht umkippen. Sobald das Becken zur Seite kippt oder sich dreht, ist die Bewegung zu groß geworden.

Lieber weniger weit ausstrecken und ruhig bleiben. Die Höhe des Arms ist völlig gleichgültig, die Stabilität des Rumpfes ist alles.

Häufige Fehler

Das Becken dreht mit. Der weitaus häufigste Fehler. Meist, weil das Bein zu hoch geht.

Hohlkreuz beim Strecken. Entsteht, wenn die Bauchspannung fehlt. Spannen Sie den Bauch an, bevor Sie das Bein heben.

Zu schnell. Der Reiz entsteht im Halten, nicht in der Bewegung. Drei ruhige Sekunden sind wirksamer als zehn schnelle Wiederholungen.

Steigerung, wenn es leicht fällt

Bleiben Sie bei drei bis fünf Sekunden, aber machen Sie mehr Wiederholungen. Erst wenn zehn Wiederholungen pro Seite ruhig gelingen, verlängern Sie die Haltezeit.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

  • Der Schmerz zieht ins Bein, bis unter das Knie.
  • Ein Bein wird schwach oder taub.
  • Nächtlicher Schmerz oder Schmerz in völliger Ruhe.
  • Handgelenke oder Knie schmerzen in der Position deutlich. Dann braucht es eine Anpassung, etwa auf den Unterarmen oder mit Kissen.

Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche Abklärung.

Häufige Fragen

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