Nacken04. August 2026

Kopf am Bildschirm nach vorn? So holen Sie ihn zurück

Jeder Zentimeter, den der Kopf nach vorne wandert, erhöht die Last auf den Nacken erheblich. Eine unauffällige Übung wirkt genau dieser Haltung entgegen.

Hinweis: Die gezeigten Übungen sind informierende, unterstützende Übungen und ersetzen keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.

Was am Bildschirm passiert

Der Kopf wiegt etwa fünf Kilogramm. Solange er senkrecht über der Wirbelsäule steht, tragen die Knochen die Last. Wandert er nach vorne, muss die Nackenmuskulatur ihn halten, und zwar dauerhaft.

Die Rechnung ist ungünstig: Schon wenige Zentimeter Vorlage vervielfachen die Kraft, die der Nacken aufbringen muss. Nach acht Stunden Bildschirmarbeit ist das eine erhebliche Dauerbelastung.

Die Übung

  1. Aufrecht sitzen oder stehen, Schultern locker.
  2. Das Kinn waagrecht nach hinten ziehen, als wollten Sie ein Doppelkinn machen.
  3. Der Blick bleibt geradeaus. Es ist kein Nicken.
  4. Fünf Sekunden halten, dann lösen.

Zehn Wiederholungen, mehrmals über den Tag verteilt.

Der häufigste Fehler

Die meisten nicken statt zurückzuziehen. Der Unterschied ist entscheidend: Beim Nicken senkt sich das Kinn zur Brust, die Halswirbelsäule beugt sich. Beim Zurückziehen bleibt der Blick waagrecht und der Kopf schiebt sich als Ganzes nach hinten.

Ein Hilfsbild: Sie sind ein Schubkasten, der zugeschoben wird. Waagrecht, nicht nach unten.

Warum kurze Wiederholungen besser sind als eine lange Einheit

Diese Übung korrigiert eine Haltung, die über Stunden entsteht. Eine einzelne Einheit am Abend kann das nicht ausgleichen. Wirksamer ist es, sie mehrfach am Tag in kurzen Serien zu machen, jeweils dort, wo die Haltung entsteht: am Schreibtisch.

Ein praktischer Anker: bei jedem Aufstehen vom Stuhl zehn Wiederholungen.

Was am Arbeitsplatz genauso zählt

  • Die obere Bildschirmkante etwa auf Augenhöhe.
  • Das Handy zum Gesicht heben statt den Kopf zum Handy senken.
  • Alle dreißig Minuten die Position wechseln, und sei es nur kurz.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

  • Schwindel oder Übelkeit bei Kopfbewegungen.
  • Taubheit, Kribbeln oder Schwäche in Arm oder Hand.
  • Nächtlicher Schmerz oder Schmerz ohne erkennbaren Anlass.
  • Nach einem Sturz oder Unfall.

Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche Abklärung.

Häufige Fragen

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