Rücken (LWS)04. August 2026

4 Fehler bei der Brücke, die den Rücken belasten

Die Brücke gehört zu den meistgenutzten Übungen für den unteren Rücken. Vier Details entscheiden darüber, ob sie entlastet oder zusätzlich belastet.

Hinweis: Die gezeigten Übungen sind informierende, unterstützende Übungen und ersetzen keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.

Warum gerade diese Übung so oft empfohlen wird

Der untere Rücken trägt bei fast jeder Alltagsbewegung mit. Wenn Gesäß und hintere Oberschenkel schwach sind, übernimmt die Rückenmuskulatur Aufgaben, für die sie nicht gedacht ist. Die Brücke kehrt dieses Verhältnis um: Sie kräftigt genau die Muskeln, die das Becken stabil halten.

Das Schöne daran ist, dass sie kein Gerät braucht und im Liegen stattfindet. Die Wirbelsäule wird dabei nicht gestaucht, das Gewicht des Oberkörpers liegt am Boden.

So sieht die Bewegung aus

  1. Rückenlage, beide Knie angewinkelt, Füße etwa hüftbreit flach auf dem Boden.
  2. Die Fersen in den Boden drücken und das Becken langsam anheben.
  3. Oben eine gerade Linie von Knie über Hüfte bis Schulter halten, etwa drei Sekunden.
  4. Wirbel für Wirbel wieder ablegen.

Acht bis zehn Wiederholungen, zweimal am Tag. Das Ablegen ist genauso wichtig wie das Anheben.

Die vier Fehler

1. Zu hoch gehen

Viele heben das Becken so weit wie möglich. Dabei kippt das Becken nach vorne und der untere Rücken geht ins Hohlkreuz. Die gerade Linie reicht völlig aus. Alles darüber verlagert die Arbeit vom Gesäß zurück in den Rücken.

2. Mit Schwung arbeiten

Wer das Becken hochschleudert, nutzt Trägheit statt Muskelkraft. Der Reiz für die Muskulatur bleibt aus, und die Wirbelsäule bekommt einen ruckartigen Impuls. Langsam bedeutet hier tatsächlich wirksamer.

3. Den Bauch vergessen

Ohne Bauchspannung fehlt dem Becken der Gegenhalt. Eine leichte Anspannung der Bauchmuskeln hält die Lendenwirbelsäule ruhig. Ein guter Prüfstein: Sie sollten während der Übung normal sprechen können.

4. Die Füße zu weit weg stellen

Stehen die Füße zu weit vom Gesäß entfernt, übernehmen die hinteren Oberschenkel fast alles und neigen zum Krampfen. Die Fersen sollten etwa eine Handbreit vom Gesäß entfernt sein.

Wie oft und wie viel

Für den Anfang genügen acht Wiederholungen in ruhigem Tempo. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern die Regelmäßigkeit: zweimal täglich über mehrere Wochen bringt mehr als eine lange Einheit pro Woche.

Ein leichtes Brennen im Gesäß am Tag danach ist normal. Schmerzen im unteren Rücken sind es nicht.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

  • Der Schmerz zieht ins Bein, bis unter das Knie.
  • Ein Bein wird schwach oder fühlt sich taub an.
  • Die Beschwerden wecken Sie nachts auf oder bestehen in völliger Ruhe.
  • Sie verlieren die Kontrolle über Blase oder Darm. Das ist ein Notfall.

Diese Übung ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Sie ist als allgemeine Information gedacht, nicht als Behandlungsempfehlung für einen konkreten Befund.

Häufige Fragen

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