Knie steif nach langem Sitzen
Nach dem Kinofilm oder der langen Autofahrt brauchen die ersten Schritte Überwindung. Nach einer Minute Gehen ist es weg. Dieses Muster ist so verbreitet, dass es einen eigenen Namen hat: das Kinozeichen.
Was dahintersteckt
Ein Kniegelenk, das lange in derselben Beugung steht, wird schlechter mit Gelenkflüssigkeit versorgt, denn diese verteilt sich durch Bewegung. Gleichzeitig steht die Kniescheibe unter dauerhaftem Druck gegen den Oberschenkelknochen. Dass es nach wenigen Schritten besser wird, ist genau der Beleg dafür, dass Bewegung gefehlt hat.
Ihr Plan für diese Woche
- Im Sitzen selbst, alle 30 Minuten: das Bein einmal strecken und wieder anwinkeln. Mehr braucht es zur Unterbrechung nicht.
- Direkt nach dem Aufstehen: Oberschenkel anspannen, zehn Wiederholungen pro Seite.
- Zur Kräftigung, dreimal pro Woche: Gestrecktes Beinheben, zehn Wiederholungen pro Seite.
- Am Abend: Wadendehnung an der Wand, zweimal 30 Sekunden pro Seite.
Die Übungen dazu
Oberschenkel anspannen
Oberschenkel anspannen: die schonendste Knieübung, weil sich das Gelenk dabei nicht bewegt.
Gestrecktes Beinheben
Gestrecktes Beinheben: Kraftaufbau für das Knie ohne Beugung im Gelenk.
Wadendehnung an der Wand
Wadendehnung an der Wand: eine verkürzte Wade verändert die Fußabrollung und erhöht die Last auf das Knie.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
- Das Knie schwillt nach dem Sitzen deutlich an
- Das Knie blockiert oder lässt sich nicht mehr voll strecken
- Die Steifheit hält länger als eine Stunde an
- Schmerz, der nachts in Ruhe auftritt
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