Knieschmerz, aber die Wade ist schuld?
Der Ort des Schmerzes ist nicht immer der Ort der Ursache. Bei Knieproblemen lohnt ein Blick eine Etage tiefer.
Hinweis: Die gezeigten Übungen sind informierende, unterstützende Übungen und ersetzen keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.
Die Kette von unten
Beim Gehen rollt der Fuß über die Ferse zum Ballen ab. Damit das gelingt, muss der Fuß im Sprunggelenk nach oben gehen können. Ist die Wade verkürzt, ist genau diese Bewegung eingeschränkt.
Der Körper weicht dann aus: Er dreht den Fuß nach außen oder kippt ihn nach innen. Beides verändert die Achse, über der das Knie arbeitet, und das bei jedem einzelnen Schritt.
Bei rund achttausend Schritten am Tag summiert sich diese kleine Abweichung.
Die Dehnung
- Mit beiden Händen an eine Wand stellen.
- Ein Bein weit nach hinten setzen, die Ferse bleibt am Boden.
- Das Becken nach vorne schieben, bis es in der Wade zieht.
- Dreißig Sekunden, zweimal pro Seite.
Die Ferse muss unten bleiben
Hebt die Ferse ab, ist die Dehnung sofort weg. Lieber einen kleineren Schritt machen und die Ferse am Boden lassen.
Zwei Muskeln, zwei Positionen
Mit gestrecktem hinterem Knie erreichen Sie den oberflächlichen Wadenmuskel. Beugen Sie das hintere Knie leicht, kommt der tiefere Schollenmuskel an die Reihe.
Beide Varianten je einmal decken die ganze Wade ab.
Der Fuß zeigt geradeaus
Dreht der Fuß nach außen, verläuft die Dehnung an der Wade vorbei. Ein einfacher Test: Die zweite Zehe sollte in Richtung Wand zeigen.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
- Das Knie schwillt an oder blockiert.
- Plötzlicher stechender Schmerz in der Wade. Das gehört sofort abgeklärt.
- Schwellung, Rötung oder Wärme in der Wade. Ebenfalls sofort.
Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche Abklärung.