Treppab tut mehr weh als treppauf? Das steckt dahinter
Viele Menschen mit Knieproblemen kommen die Treppe hinauf gut zurecht und hinunter schlecht. Dafür gibt es einen mechanischen Grund.
Hinweis: Die gezeigten Übungen sind informierende, unterstützende Übungen und ersetzen keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.
Warum abwärts schwerer ist
Beim Hinaufgehen zieht sich der Oberschenkelmuskel zusammen und hebt den Körper. Beim Hinuntergehen arbeitet derselbe Muskel bremsend: Er wird länger, während er Kraft aufbringt.
Diese bremsende Arbeit erzeugt deutlich höhere Kräfte im Kniegelenk. Genau deshalb schmerzt Treppabgehen bei vielen mehr als Treppaufgehen.
Die Übung, die das trainiert
- Auf die unterste Treppenstufe stellen, eine Hand am Geländer.
- Ein Bein langsam zum Boden senken, ohne es aufzusetzen.
- Etwa drei Sekunden dafür nehmen.
- Zurück in den Stand.
Acht Wiederholungen pro Seite.
Das Standbein macht die Arbeit
Das abgesenkte Bein hängt nur. Die gesamte Kontrolle kommt aus dem Bein, das oben bleibt. Wer schnell absinkt, überspringt genau den Teil, um den es geht.
Das Knie bleibt über dem Fuß
Kippt das Knie beim Absenken nach innen, erhöht das die Belastung der Kniescheibe erheblich. Beobachten Sie das im Spiegel oder legen Sie die Hand auf das Knie.
Kippt es, ist meist die seitliche Hüftmuskulatur zu schwach. Dann sind Muschel und seitliches Beinheben die sinnvollere Vorstufe.
Steigerung
Beginnen Sie mit einer niedrigen Stufe. Erst wenn acht Wiederholungen sauber und ohne Kippen gelingen, gehen Sie auf eine normale Treppenstufe.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
- Das Knie blockiert oder gibt nach.
- Deutliche Schwellung oder Überwärmung.
- Der Schmerz nimmt bei jeder Wiederholung zu.
- Nach Sturz oder Verdrehung.
Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche Abklärung.