Hüfte schmerzt außen beim Liegen? Die Muschel-Übung
Schmerz an der Hüftaußenseite hat oft mit fehlender seitlicher Stabilität zu tun. Diese Übung setzt genau dort an.
Hinweis: Die gezeigten Übungen sind informierende, unterstützende Übungen und ersetzen keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.
Was beim Gehen passiert
Bei jedem Schritt steht der Körper kurz auf einem Bein. In diesem Moment müsste das Becken zur unbelasteten Seite absinken. Dass es das nicht tut, ist die Arbeit der seitlichen Gesäßmuskulatur.
Ist diese Muskulatur schwach, kippt das Becken bei jedem Schritt leicht ab. Die Sehnen an der Hüftaußenseite werden dabei über den Knochenvorsprung gezogen und reagieren mit der Zeit gereizt.
Deshalb schmerzt es oft genau dort, wo man nachts aufliegt.
Die Übung
- Seitenlage, Knie etwa im rechten Winkel übereinander.
- Der Kopf liegt bequem auf dem unteren Arm.
- Nur das obere Knie anheben, die Füße bleiben zusammen.
- Langsam wieder senken.
Fünfzehn Wiederholungen pro Seite.
Der Fehler, der die Übung wertlos macht
Das Becken kippt nach hinten. Dann übernimmt der Hüftbeuger die Arbeit, und die seitliche Muskulatur bleibt unbeteiligt.
Ein einfacher Test: Legen Sie sich mit dem Rücken an eine Wand. Bleibt der Kontakt während der ganzen Bewegung bestehen, ist die Ausführung korrekt.
Klein und langsam
Die Bewegung ist kleiner, als die meisten erwarten. Zehn bis fünfzehn Zentimeter genügen. Wird sie größer, kippt fast immer das Becken mit.
Bei nächtlichen Schmerzen
Ein Kissen zwischen den Knien beim Schlafen nimmt Druck von der schmerzenden Seite. Das wirkt oft schneller als jede Übung, ersetzt sie aber nicht.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
- Die Hüfte schmerzt nachts durchgehend und der Schlaf ist gestört.
- Das Bein knickt beim Gehen weg.
- Schmerz in der Leiste, besonders beim Drehen.
- Nach einem Sturz.
Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche Abklärung.