Bürostuhl statt Matte: Gesäßdehnung im Sitzen
Die unterstützende Übungen ist die, die tatsächlich gemacht wird. Diese funktioniert am Schreibtisch, in Straßenkleidung und ohne dass es jemand bemerkt.
Hinweis: Die gezeigten Übungen sind informierende, unterstützende Übungen und ersetzen keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.
Warum langes Sitzen genau hier ankommt
Beim Sitzen bleibt die Gesäßmuskulatur über Stunden in verkürzter Position und wird dabei nicht durchblutet, weil sie unter dem Körpergewicht liegt. Kommt eine harte Sitzfläche dazu, steigt der Druck auf die Strukturen, die den Ischiasnerv umgeben.
Deshalb ist der Schmerz bei vielen Menschen nach einer halben Stunde Sitzen am stärksten und bessert sich beim Aufstehen.
Die Übung
- Aufrecht auf dem Stuhl sitzen, beide Füße flach am Boden.
- Den rechten Knöchel auf das linke Knie legen.
- Mit geradem Rücken langsam nach vorne neigen, bis es im Gesäß zieht.
- Zwanzig bis dreißig Sekunden halten, dann die Seite wechseln.
Der eine Fehler, der alles kostet
Der Rücken darf sich nicht einrunden. Wer sich mit rundem Rücken nach vorne fallen lässt, dehnt den unteren Rücken statt das Gesäß und belastet dabei die Bandscheiben in genau der Position, die sie am wenigsten mögen.
Stellen Sie sich vor, Sie neigen sich aus der Hüfte nach vorne, während das Brustbein nach vorne oben zeigt. Weniger weit mit geradem Rücken ist deutlich besser als weit mit rundem.
Wie oft
Alle ein bis zwei Stunden einmal pro Seite genügt. Der Nutzen kommt aus der Häufigkeit, nicht aus der Dauer der einzelnen Dehnung.
Ein Wecker am Handy oder eine feste Verknüpfung unterstützt: immer nach dem Telefonat, immer vor dem Kaffee.
Was sonst noch unterstützt
- Sitzposition mehrmals täglich ändern, auch nur um wenige Zentimeter.
- Die Geldbörse aus der hinteren Hosentasche nehmen.
- Bei harter Sitzfläche ein flaches Kissen benutzen.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
- Das Bein wird schwach oder der Fuß hängt beim Gehen.
- Taubheit zwischen den Beinen oder Probleme beim Wasserlassen. Das ist ein Notfall.
- Der Schmerz zieht bis unter das Knie und bleibt.
Dieser Text ist allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche Abklärung.
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